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2002

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Theaterwoche Korbach 2002

 

Theaterwoche Korbach 2002: Aufführungen


"GIRLSNIGHTOUT"
von Gesine Danckwart
Theaterproduktion lurch.theater.:
Regie: Niklas Kaeseler & Dirk Schwantes

Es ist GirlsNightOut für drei junge Frauen.
"Wenn die Welt flach ist wie eine Scheibe, wie können wir dann tief sein".

Die einzige Regieanweisung im Stück "Girlsnightout" von Gesine Danckwart lautet: "Für drei Schauspielerinnen". - Und daran haben wir uns auch gehalten. In "Girlsnightout" existieren keine festgelegten Rollen, der Text wird von den Regisseuren frei auf die Spielerinnen verteilt. Der Ablauf des Stücks entsteht nur durch die kreative Arbeit der Gruppe, da es keinerlei Vorgaben seitens der Autorin gibt.

In der Inszenierung von Niklas Kaeseler und Dirk Schwantes spielen Marion Flaskamp, Anja Lemke und Meike Misia mit viel Witz und Tempo. Aus dem Aufeinanderprallen männlicher und weiblicher Sichtweisen entstand im Probenprozess ein spannendes Mosaik der Befindlichkeiten unserer Zeit. Im Nebeneinander von Sehnsüchten, Gefühlen, Shopping, Styling, Talkshow, eigener Jugend und Herzblatt kommt auch das Thema Männer nicht zu kurz. Nicht nur die weiblichen Zuschauer werden sich in den drei Frauen wieder finden, die von sich selbst sagen:
"Wir sind so wie alle, vielleicht ein bisschen anders, und das macht uns auch nicht viel sympathischer".

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Impressionen aus der Aufführung 

Am Mittwochabend näherte sich die Theaterwoche ihrem ersten Höhepunkt. Mit Gesine Danckwarts Debütstück "Girlsnightout" reüssierte das Bochumer lurch.theater in Korbach und begeisterterte hunderte von Zuschauern in der Stadthalle. "Für drei Schauspielerinnen" heißt es in der einzigen Regieanweisung und die haben Niklas Kaeseler und Dirk Schwantes hervorragend umgesetzt, indem sie den nicht auf einzelne Rollen fixierten Text überzeugend auf die Spielerinnen verteilt haben. Die drei Studentinnen Anja Lemke, Marion Flaskamp und Meike Misia stellen famos einen jeweils eigenen Frauentyp dar. "Im Leben muss man schon so einiges Schlucken" - scheinbar unendlich quasselig geht es über das eine Thema, Sex und Liebe, das sich in folgenschweren Sätzen äußert wie: "Wenn man lieben will, dann soll man lieben, dann findet man auch wen - oder?" und "Mein Herz ist so groß, aber für mich selber ist nicht genug Platz drin". "Eine Nacht ist doch verloren, wird sie allein verbracht", denken sich die Singels und starten durch zum gemeinsamen warm-up für den Partyabend. "Was zieh ich heut bloß an?" ist eine der größten Sorgen und so kleiden sich die Schauspielerinnen permanent um und versetzen die anfänglich nur durch ein im 70ger Jahrestil beblümtes Bett und eine ebenso tapezierte spanische Wand gestaltete Bühne in den chaotischen Zustand eines Girlikinderzimmers. Erst fliegen die Fetzen, später das Popcorn und zum Schluss die gar nicht zarten Fäuste. Zwischendurch wird gesungen, geil geschmust und gelacht. Doch das Lachen bleibt nicht nur den Schauspielerinnen im Halse stecken, die angespannte Bauchmuskulatur des Zuschauers entspannt sich durch das unterschwellig zu Bewusstsein gelangende Mitgefühl, das man gegenüber der Einsamkeit der dargestellten Personen entwickelt und wenn man genau hinhört, erhält das plappernd assoziative "Dämlichdeutsch" eine ungeahnte Hintergründigkeit.

Hier geht's zur Nachbesprechung dieser Aufführung aus der Festivalzeitschrift Spotlight.
Sie steht als pdf-Dokument (Größe: 72 kb) zur Verfügung. 
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Weitere Informationen zu dieser Gruppe finden Sie auch hier:

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wenden Sie sich an Michael Schwarzwald
Stand: Juli 2002

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