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AUFFÜHRUNGEN
2004
Überblick
Theaterwoche Korbach 2004
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Theaterwoche Korbach 2004: Aufführungen
Tanztheater.
Eigenproduktion
getanzt und gespielt vom Tanztheater Hagazussa der Marienschule Münster
Leitung und Choreographie: Christa Reißmann
"Da ist ein Hut ganz
nützlich, um schuhwärts einen Blick zu tarnen,
oder Edward Hopper, der stumme Zeuge"
Das Tanztheater Hagazussa hat sich mit
den Bildern des amerikanischen Malers Edward Hopper (1882 - 1967
beschäftigt und versucht elf seiner Bilder tänzerisch darzustellen.
Dabei geht es um die Darstellung von eigenen und auf die Bilder bezogenen
Gefühle wie: Angst, Leere, Einsamkeit, Melancholie, Gewalt, Wut und
Enttäuschung.
Edward Hopper verdichtete die
amerikanische Zivilisation in der Poesie seiner Bilder: Er malt die
Einsamkeit des Städters in Restaurants und Bars, in Zimmern und auf
Bahnhöfen, die Leere von Städten und Landschaften. Seine Bilder werden
zum Ausdruck eines Lebensgefühls, dessen Parallelen zur heutigen Zeit
unübersehbar sind. Hoppers Menschen sind vor allem mit dem Warten
beschäftigt. Sie sind verschlossen, sie reden nicht und stehen spürbar
unter großen psychischen Spannungen. Kaum einer hat uns soviel vom Leben
der Menschen seiner Zeit verraten, wie dieser stumme Zeuge.
Wir, das Tanztheater Hagazussa sind eine
Modern Dance AG der Marienschule Münster. Das Tanztheater besteht seit
1991 aus den Jahrgangsstufen 9 - 13. Die Besetzung wechselt nach jeder
Produktion. Vor 2 ½ Jahren ist ein Teil dieser Gruppe aus einer
Unterstufen-Ballett-AG hervorgegangen. Im Laufe der Zeit haben einige
Schülerinnen aufgehört, und es sind neue Mitglieder dazu gekommen, die
zum Teil noch keine Tanzerfahrung hatten. Wir bringen also recht
unterschiedliche Voraussetzungen ein.
Rückblick
Einen besonderen Akzent setzte im Rahmen der Theaterwoche das Tanztheater
Hagazussa der Marienschule /Münster. Die Tänzer setzten sich mit 11
Bildern des amerikanischen Malers Edward Hopper (1882-1967) auseinander,
aber nicht, um sie szenisch umzusetzen, sondern um eigene auf die Bilder
bezogene Gefühle auszudrücken, wie Angst, Verlassenheit, Sehnsucht,
Melancholie, Wut und Enttäuschung. Seine Bilder sind Ausdruck eines
Lebensgefühls, dessen Parallelen zur heutigen Zeit unübersehbar sind,
deshalb versteht sie der Zuschauer ganz unmittelbar, auch wenn er die
Bilder nicht kennt. Ein Tänzer übernahm die Rolle des Malers als
Betrachter, als "Der stumme Zeuge", wodurch die Verbindung zu
den Einzeldarstellungen gegeben ist. Die Tänzer beherrschen die Technik
des Modern-Dance; der Bewegungsablauf und die Ausdrucksform folgt
bestimmten Mustern, die in die selbst erarbeitete Choreografie
einfließen. Es wechseln Solo- und Ensemblenummern. So entstehen aus der
Situation verschiedene Geschichten, die die Gefühlslage der dargestellten
Person zum Thema haben. Es werden nur wenige Requisiten benötigt: z.B.
ein Bett - eine Frau tritt auf mit einem Koffer, sie zieht sich aus und
ihre quälenden Gedanken werden in der Bewegung sichtbar. Oder
Liegestühle, Menschen, die in der Sonne liegen, aber sich nichts zu sagen
haben, sie sind eingeschnürt in ihr eigenes Leben. Eindrucksvoll der
Auftritt einer Frau, die immer wieder in Verzweiflung an denselben Platz
zurückkehrt - Entsprechung im Bild: ein Leuchtturm. Beeindruckt von der
tänzerischen Ausdruckskraft entstand allgemein der Wunsch, die Bilder
kennen zu lernen.
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| Impressionen
aus der Aufführung |
Hier geht's zur zur Nachbesprechung
dieser Aufführung
aus der Festivalzeitschrift "Spotlight"
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