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AUFFÜHRUNGEN
2004
Überblick
Theaterwoche Korbach 2004
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Theaterwoche Korbach 2004: Aufführungen
"Hexenjagd"
von Arthur Miller
Theater-AG der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule, Grevenbroich
Spielleitung: Axel Mertens
Massachusetts im 17. Jahrhundert:
In der puritanischen Gemeinde Salem scheint der Teufel umzugehen.
Zunächst vollzieht eine Gruppe von Mädchen unter Anleitung einer Sklavin
nachts im Wald heidnische Kulttänze. Danach verfallen einige der Mädchen
in eine unerklärliche leichenhafte Starre, aus der sie plötzlich
erwachen, nur um weitere Verbündete des Antichristen in Salem
auszuschreien. Schon nach kurzer Zeit führt eine allgemeine Hysterie
dazu, dass der Gouverneur ein Sondertribunal einrichten muss, um die
Anhänger Satans aufzuspüren und zu vernichten. Die eigentliche Urheberin
dieser Massenhysterie ist aber nicht der Teufel, sondern Abigail Williams,
die im Hause des sehr auf seinen Ruf bedachten Pastor Parris lebt. Abigail
liebt John Proctor, der jedoch nach kurzer Zeit die heimliche Affaire mit
dem Mädchen aus Rücksicht auf seine Frau Elizabeth beendet hat. Um
Elizabeth aus dem Weg zu räumen, bezichtigt Abigail nun auch Elizabeth
des Teufelspaktes...
Die Theater-AG der
Käthe-Kollwitz-Gesamtschule in Grevenbroich wird von SchülerInnen der
Jahrgänge 10 - 13 gebildet und tritt mit ihren Produktionen an regionalen
und überregionalen Theaterfestivals wie auch an freien Theatern von
Dortmund und Köln auf.
Die diesjährige Produktion
"Hexenjagd" von Arthur Miller ist eine recht freie Bearbeitung
des ursprünglichen Stoffes. Im Zentrum steht dadurch nicht mehr allein
John, der sich standhaft gegen die Denunziation zur Wehr setzt, sondern
auch seine Frau Elizabeth. Sie verliert John im Verlauf des Dramas gleich
zweimal: zunächst an Abigail Williams, dann an seine Selbstachtung, die
John wichtiger ist als sein eigenes Leben. Um diese Vielschichtigkeit
Elizabeths zu veranschaulichen, haben wir diese Figur gedoppelt. Diese und
viele andere Stilisierungen geben dem Original Millers ein neues Gesicht.
Rückblick
Wieder einmal stand "Hexenjagd"
von Arthur Miller auf dem Programm. Die Theater-AG der
Käthe-Ko11witz-Gesamtschu1e/Grevenbroich beschäftigte sich mit dem
Stoff. Versuchten Schüler vor 15 Jahren noch, den Mammuttext in
realistischer Darstellung zu bewältigen, so nähern sich diese Schüler
dem Stück in recht freier Bearbeitung. Der historische Hintergrund ïst
weniger wichtig; die Beziehung der drei Hauptfiguren zueinander steht im
Vordergrund: John Proctor, seine Geliebte Abigail und die Ehefrau
Elisabeth. Vor allem um den Charakter dieser Frau geht es, die einerseits
Verständnis für ihren Mann aufbringt, obwohl sie ihn "zweimal
ver1iert" zunächst an Abigail, dann durch sein Ehrgefühl, ihm
andererseits aber kaltherzig begegnet. Um diesen Zwiespalt deutlich zu
machen, wurde die Figur verdoppelt:
Elisabeth 1 als harte, gefühllose Frau und Elisabeth 2 warmherzig und
liebevoll. Die beiden agieren nebeneinander, so wie es die Situation
ergibt. Die übrigen Spieler bilden einen Sitzkreis, der nicht theatralisch
eingesetzt wird; sie greifen jeweils auf ihr Stichwort in das Geschehen
ein. Durch den Auftritt von Pastor Hale kommt ein lebhafter Akzent ins
Spiel, der aber in Folge dem statischen Spiel weicht. Durch die
Stilisierung wird Millers Stück von der Aktion auf den Text reduziert.
Auf die Vielschichtigkeit des Dramas wurde von vornherein verzichtet; das
hätte die Schüler überfordert.
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| Impressionen
aus der Aufführung |
Hier geht's zur zur Nachbesprechung
dieser Aufführung
aus der Festivalzeitschrift "Spotlight"
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