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AUFFÜHRUNGEN
2004
Überblick
Theaterwoche Korbach 2004
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Theaterwoche Korbach 2004: Aufführungen
"Kabale & Liebe" /
"Kabel & Triebe"
Eine schillernde Tragödie
Eigenproduktion (mit Elementen aus Schillers "Kabale &
Liebe")
Theater-AG Edertalschule Frankenberg, Spielleitung: Paul Möllers
Da hat der Kammerdiener Pech!
Gerade sagt er einen seiner drei Sätze im Stück "Kabale und
Liebe", da fällt er von der Bühne - und landet direkt im
Aufnahmestudio für einen Video-Clip. Dort wird er nicht nur von der
zupackenden Putzfrau empfangen, sondern er lernt auch die Vorzüge der
technischen Errungenschaften kennen. So kann er spielend Einfluss nehmen
auf das Stück "Kabale und Liebe", und die Welt des Stücks wird
kräftig durcheinander gebracht. Natürlich gibt es auch im Video-Set eine
Liebesgeschichte, aber auch die gerät aus den Fugen und vermischt sich
mit der tragischen Liebe im Stück. Aber eins ist gewiss: Am Schluss gibt
es zwei Tote - fragt sich nur: Wer stirbt? Ach ja, da ist noch der
Kammerdiener, der nun endlich die Kammerfrau der Lady Milford kennen
lernen kann ...
Da hat der Kammerdiener doch Glück!
Die Theater-AG ist eine freiwillige
schulische Arbeitsgemeinschaft, die allen SchülerInnen der Klassen 10 -
13 offen steht und z. Z. 31 Teilnehmer umfasst. Wer die Schule verlässt,
kann nicht mehr mitmachen - so gibt es in jedem Jahr große
Veränderungen, und jeder Schuljahresanfang bedeutet auch einen
(relativen) Neuanfang. Alle Schritte der Inszenierung werden gemeinsam
diskutiert und erarbeitet.
Rückblick
Für die Teilnehmer der Theater-AG/Frankenberg gilt: Dabei sein ist
alles! über 3O Schüler sind bereit, in Klein- und Kleinstrollen, hinter
der Bühne als Techniker, natürlich auch in tragenden Rollen an der
Erarbeitung einer Aufführung mitzuwirken. Aufgabenste1lung: Annäherung
an ein klassisches Werk der deutschen Literatur: "Kabale und
Liebe" von Friedrich Schiller, erweiterter Titel: Kabel und Triebe.
Das deutet schon darauf hin, dass es nicht so ganz ernsthaft zugehen wird.
Gespielt wird auf zwei Ebenen: oben die tragische Liebesgeschichte
zwischen Luise und Ferdinand, unten kommentiert das Aufnahmeteam eines
Video-Clips die Handlung. Die beiden Welten werden farblich abgesetzt: die
klassischen Figuren erscheinen in einheitlichem Weiß, die Akteure im
Filmstudio individuell zweckmäßig bis grellbunt. Die Verbindung zwischen
Ober- und Unterbühne wird geschickt eingeleitet: der Kammerdiener fällt
aus der Welt des 18.Jahrhunderts in das 21., und die Konfrontation kann
beginnen. Köstlich die veränderten Verhaltensweisen der Figuren, die
Schauplatz und Zeit wechseln. Die Heutigen scheitern mit ihren
Veränderungsversuchen. So erklärt sich auch der Schluss:
Luise stirbt unten, obwohl sie das Gift nicht trinkt, und die Sängerin,
an ihrer Stelle oben, bleibt von der Wirkung des Giftes verschont; beide
können aus der vorbestimmten Rolle nicht ausbrechen. Der stark gekürzte
aber notwendige Originaltext wird links auf eine transparente Leinwand
projiziert, rechts erscheinen die Video-Aufnahmen; auch das ist nicht nur
Staffage, sondern gibt Spielimpulse. Dem Zuschauer wird Theater pur
präsentiert; amüsantes Theater mit ernstem Hintergrund.
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| Impressionen
aus der Aufführung |
Hier geht's zur zur Nachbesprechung
dieser Aufführung
aus der Festivalzeitschrift "Spotlight"
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