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Aufführungen

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2004

Überblick

Theaterwoche Korbach 2004

 

 

Theaterwoche Korbach 2004: Aufführungen

rohestheater, Aachen
Spielleitung: Eckhard Debour

"Girlsnightout"
von Gesine Danckwart

Wie in den letzten beiden Jahren, so ist es uns auch in diesem Jahr erneut gelungen, mit ehemaligen Theaterschauspielern unter dem Gruppennamen rohestheater euch/Ihnen eine weitere Produktion präsentieren zu können, die unsere Schulkultur bereichern soll. Das zeitgenössische Debütstück der jungen, preisgekrönten Autorin Gesine Danckwart behandelt die Identitätssuche junger Frauen in unserer Zeit auf humor-voll-hintergründige Art und Weise. "Für drei Schauspielerinnen" heißt es in der einzigen Regieanweisung des Stückes, das keine Rollenverteilung kennt, sondern es der Regie überlässt, aus der Ansammlung von Phrasen, Zitaten und Dialogbausteinen jeweils eigene Rollen zu entwickeln. Die drei Studentinnen Susan Beigi, Elena Kreimermann und Sarah Mertes stellen einen jeweils eigenen Frauentyp dar. In der künstlichen Atmosphäre eines Fitnessstudios geht es nun richtig zur Sache.

"... und schlucken muss man doch so einiges" - scheinbar unendlich quasselig geht es über das eine Thema, Sex und Liebe, das sich in folgenschweren Sätzen äußert wie: "Theoretisch weiß ich genau, wie man Herzen gewinnt, praktisch hapert es dann daran, dass einfach keine frei sind." und "Mein Herz ist so groß, aber für mich selber ist nicht genug Platz drin". "Eine Nacht ist doch verloren, wird sie nur allein verbracht", denken sich die Singles und starten durch zum gemeinsamen warm-up für den Partyabend. "Was zieh ich heut bloß an?" ist eine der größten Sorgen. Doch das Lachen bleibt nicht nur den Schauspielerinnen im Halse stecken. Im aufkommenden Mitgefühl des Zuschauers gegenüber der Hilflosigkeit und Einsamkeit der dargestellten Personen gelangt unterschwellig zu Bewusstsein, dass - wenn man genau hinhört - das plappernd assoziative "Dämlichdeutsch" der drei jungen Frauen eine ungeahnte Hintergründigkeit enthält.

Rückblick
Unmittelbarer in Erinnerung ist das Debütstück von Gesine Danckwart "Girlsnightout", das vor zwei Jahren das Bochumer lurch.theater vorstellte (Besprechung Spiel und Theater/Oktober 2002 ). Für drei Schauspielerinnen heißt es in der einzigen Regieanweisung des Stückes, das keine Rollenverteílung kennt. Das bietet für Spielleiter und Schauspieler einen besonderen Anreiz, aus der Ansammlung von Phrasen, Zitaten und Dialogbausteinen Charaktere zu entwickeln. Drei junge Frauen treffen sich, um sich gemeinsam für eine Party zurechtzumachen. 
Für die Inszenierung des rohes-theaters/Aachen wird ein vorzüglicher Schauplatz gewählt: nicht ein Wohnzimmer mit Fauteuils und Couch, sondern ein Fitnessstudio. Von den Sportgeräten, die wechselweise und in unterschiedlichen Stimmungslagen benützt werden, geht eine Dynamik aus, die Gespräch und Aktíon bestimmt.. Entscheidungen sind das halbe Leben - ich wíll aber das ganze. Dieser Spruch steht stellvertretend für all die kleinen und großen Erkenntnisse, die sich im Laufe des Abends ergeben; es geht um Selbstfindung und Sinnsuche. Die drei sprechen über dasselbe Thema: Liebe und Männer und sprechen doch aneinander vorbei; hinter der Banalität wird Hilflosigkeit und Einsamkeit sichtbar. Auch diese Inszenierung hat beeindruckt.

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Impressionen aus der Aufführung

Hier geht's zur zur Nachbesprechung dieser Aufführung 
aus der Festivalzeitschrift "Spotlight"
Sie steht als pdf-Dokument (Größe: 57 kb) zur Verfügung. 
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"Girlsnightout" war bereits im Programm der Theaterwoche Korbach, hier geht's zur Präsentation aus dem Jahre 2002.

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wenden Sie sich an Michael Schwarzwald
Stand: September 2004

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