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AUFFÜHRUNGEN
2004
Überblick
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Theaterwoche Korbach 2004: Aufführungen
Einführung
Festivals für Laienspieler gibt es ohne
Zahl, und es gibt auch Orte, für die sich mehr Teilnehmer bewerben; Für
Korbach sind das in der Regel 15-20 Gruppen. Aber die Korbacher
Theaterwoche hat eine besondere Atmosphäre durch die unverrückbare
Zielsetzung: Aufführung, Diskussion und Werkstatt. Wer einmal hier war,
möchte gerne wiederkommen, aber das Kuratorium achtet darauf, dass neben
bewährten Gruppen auch neue eingeladen werden. So stellt sich auch nach
55 Jahren Laienspiel-Tradition keine Langeweile ein.
Was wurde dieses Jahr geboten? - acht
Aufführungen waren vorgesehen; um eine weniger, weil die Begrenzung auf
100 Zuschauer zwei Aufführungen erforderte. Dass es dann noch um eine
weniger wurde, muss kritisch angemerkt werden. Wer sich zu so einer
Veranstaltung anmeldet, geht eine Verpflichtung ein, das heißt, man kann
nicht aus nichtigen Gründen wie Streitereien innerhalb der Gruppe
kurzfristig absagen. Die Reservegruppe stand ausgerechnet an diesem Tag
nicht zur Verfügung. Daraus ergab sich ein Einnahmeverlust; denn für
diese Aufführung hatten sich Schulklassen angemeldet. Glücklicher
Einfall: Für die Gäste wurden Stadtführungen angeboten und der Besuch
des Museums; beides wurde begeistert angenommen.
Thematische Schwerpunkte haben sich
diesmal nicht ergeben; aber Stückwiederholungen bieten dem langjährigen
Betrachter interessante Vergleiche.
Nicht vergessen darf man die fleißigen
Teilnehmer der Schreibwerkstatt, die informativ und kritisch während der
ganzen Woche die Aufführungen begleiteten. Pünktlich erschienen die 6
Ausgaben von Spotlight jeweils am nächsten Tag. Die Aufführungen haben
viele Anregungen gegeben, das zeigten die anschließenden Diskussionen.
Die Werkstätten zeigten
traditionsgemäß am letzten Tag die Ergebnisse ihrer theatralischen
Übungen. Als Ausgangspunkt für die Darstellung von Gefühlen dienten
Text- und Bildvorlagen aus: Zweyter Landckarten Satz-Versuch, aus
Breitkopfs Buchdruck in Leipzig 1777. Das ungewöhnliche Thema wurde von
allen Werkstätten als gedankliche Klammer akzeptiert. So schwer war das
gar nicht; denn, wenn es um Das Reich der Liebe geht, denkt man sofort, an
die k1assischen Liebespaare: Romeo und Julia, Carmen und Don Jose, Faust
und Gretchen. Die einzelnen Gruppen fanden ihre Schwerpunkte: Tanztheater,
Körpertheater, Bewegungstheater und Pantomime, so entstand ein
abwechslungsreiches Programm. Interessant war auch die Vorführung der
Behinderten aus der Paul-Zimmermann-Schule. Sie hatten das Thema:
"Grenzübergang Meinland-Deinland", ein Versuch der
Selbstfindung, auch dahinter war Liebe verborgen.
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Plakat der
Theaterwoche
Korbach 2004

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