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Aufführungen

AUFFÜHRUNGEN
2005

Überblick

Theaterwoche Korbach 2005

 

Theaterwoche Korbach 2005: Aufführungen

Eigenproduktion des Circus Cabuwazi, Kreuzberg
Spielleitung: Anja Häusser
"Anders"
Ein artistisch-tänzerisches Theaterstück
gespielt vom Jugendensemble "lauthalsschweigend"

Undefinierbare Wesen pellen sich aus einer weißen Haut und landen auf der Erde, erste Gehversuche. Begegnungen mit anderen, zarte Kontaktaufnahme. Sie wirken zerbrechlich, naiv, wie kleine Babys, die alles zum aller ersten mal erleben. Sie treffen sich im tänzerisch-, artistisch-, theatralen Spiel. Sie kreieren Bilder vom "Oben" und "Unten" sein, von über der Welt schweben, oder sich ganz klein, oder plötzlich ganz groß fühlen, von Gleichförmigkeit, Beweckungsverlockungen zu naiven Verführungen. Spiele die erst unmerklich, dann immer eindeutiger von Macht und Ohnmacht, Manipulation und Gewalt erzählen.

Das gewählte Bühnenrequisit, lange Holzstäbe, die zuerst zum individuellen Tanz anregen, werden zu Waffen und Machtwerkzeugen. Mit allen ihnen zur Verfügung stehenden artistischen Elementen reizen die Jugendlichen diese Macht-bilder ins Überdimensionale aus.

Die Geschichte wird bewusst nicht festgelegt in eine bestimmte Zeit, oder einen bestimmten Ort. Sie ist sowohl archaisch, als auch hochaktuell anzusiedeln. Der Verzicht von verbaler Sprache dient der Offenheit des Stückes. Die Assoziationen bleiben dem Zuschauer frei.
Als schließlich eine in die Ecke getriebene Spielerin kraftlos am Boden kauert, seilt sich aus der Circuskuppel mit einem Trapez ein kraftvolles Feenwesen ab und nimmt die Spielerin mit in die Lüfte. Das Spiel nimmt eine inhaltliche Wende, die Kraft der Liebe zieht in das Geschehen ein.

Im Kreuzberger Kinder- und Jugendcircus "CABUWAZI" hat sich in den letzten Jahren nach und nach ein Jugendensemble aufgebaut, dass einen anderen Anspruch vertritt, als den im Circus üblichen, wie z. B. gute Tricks, bunter Glimmer, leistungsstarke Artistik und einfache Unterhaltung. Die Jugendlichen wollen Geschichten erzählen, ihre Geschichten, Geschichten unserer Gesellschaft und unserer Zivilisation. Sie erzählen mit allen künstlerischen Möglichkeiten ihres Körpers und emotionalen Beweglichkeiten ihres Herzens. Sie haben ein Anliegen! Sie wollen nicht nur unterhaltsam sein, sondern sie wollen wachrütteln und aufbegehren...
Sie wollen sich und damit letztendlich den Zuschauer bewegen.

 

     
     
Impressionen aus der Aufführung folgen

 

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Stand: April 2005

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