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Einführung |
Theaterwoche Korbach 2007: AufführungenDIENSTAG, 15. MAI "Es war der Hirbel", nennt sich das Kinderbuch von Peter Härtling, das der Gruppe zunächst die Idee zu diesem Stück gab. Das Schicksal dieses kleinen als schwer erziehbar geltenden Jungen, seine Phantasiefähigkeit und Sensibilität faszinierten die Mädchen. Während der Proben entdeckten die Spielerinnen was für ein "Hirbel" in ihnen steckt. Das Thema "Heimkind" inspirierte die Gruppe und sollte erforscht werden. Die Gruppe nahm Kontakt zu einem Kinderheim im Nachbardorf auf. Zuerst erfuhren die Spielerinnen, dass das Wort "Heimkind" für die Kinder in Bollersdorf wie ein Schimpfwort klingt. Ein Kind erzählte: "Ist irgendwas im Dorf kaputt, dann waren es immer die Heimkinder". So entstand der Titel zum Stück. Für die Jugendlichen in der Gruppe war es spannend, sich über die eigene Kindheit auseinanderzusetzen, kindliche Gemeinheiten zu erinnern und sich als Kinder auf der Bühne auszutoben. Als echtes Indiz für die Kindheit der Mädchen wurden die eigenen Kuscheltiere zu wichtigen Spielpartnern. Inhaltlich kristallisierte sich die Suche nach Geborgenheit heraus und wie wichtig es ist, in die Gemeinschaft aufgenommen und von den anderen akzeptiert zu werden. Seit knapp sechs Jahren existiert das Mädchentheater Reichenow unter der Leitung der Theaterpädagogin Anja Häusser. Als der Gutshof ausgebaut war und viele verschiedene Kunstformen ein Zuhause fanden, sollten auch die Jugendlichen aus der Gegend einen Ort und ein Angebot für kreatives Schaffen erhalten. Unser Anliegen ist es, die Jugendlichen ihren individuellen Fähigkeiten entsprechend zu fördern, ihre Themen ernst zu nehmen und ihnen kreativen Raum zu bieten. Im neuen Stück "Typisch Heimkind" haben die Jugendlichen verschiedenste darstellende Kunstformen kennen gelernt, die sich später in das Stück eingewebt haben.
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