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Einführung |
Theaterwoche Korbach 2008: AufführungenDIENSTAG, 29. APRIL „Don Karlos“ ist ein Stück über einen jungen Mann Anfang 20, der ein Imperium übernehmen soll und doch vom Vater als unmündiges Kind behandelt wird, der als Student noch freiheitlichen Ideen nachgehangen hatte und inzwischen in Selbstmitleid vergeht, der seine gleichaltrige Stiefmutter liebt (oder eher sein Bild von ihr), die ihm zunächst versprochen war, dann aber aus Staatsraison die Frau seines Vaters wurde. Für einen Augenblick wird der junge Mann zum Freiheitskämpfer, um am Ende von seinem Vater der Inquisition ausgeliefert zu werden. Nichts ist, wie es scheint. Schiller zeigt die Sehnsucht eines jungen Menschen nach politischer und persönlicher Freiheit und Glück, nach Veränderung, schließlich das Scheitern. Schiller zeigt die Ideale junger Menschen, ihre Auflehnung und ihre Vereinnahmung durch die Macht. Die junge Generation im „Don Karlos“, das Freundespaar Posa und Karlos, muss nicht kontrolliert werden. Sie kontrolliert sich am Ende von alleine, sie funktioniert. Schillers „Don Karlos“ ist die diesjährige Oberstufenproduktion der „Theatergruppe am Goethe“.
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