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MONTAG, 10. MAI
um 20.00 Uhr in der Stadthalle
"SUD.
Irgendwo muss es eine Wut geben"
Eigenproduktion
Theatergruppe am Goethe, Düsseldorf
Spielleitung: Michael Stieleke, Nurcan Selek, Achim Raven
Fünf junge Erwachsene begegnen
zufällig dem STURM UND DRANG, jener kurzen Epoche des 18.
Jahrhunderts, in der eine Handvoll Mittzwanziger der Aufklärung,
die sich selbst auf den faden Imperativ, immer schön vernünftig
zu sein, heruntergebracht hatte, das Ideal des Originalgenies
entgegen schleuderte. Die fünf jungen Menschen merken, dass da
vor 250 Jahren etwas thematisiert wurde, was in ihrer Wahrnehmung
nur ein blinder Fleck ist.
Was da thematisiert wurde, ist
kaum mehr im Medium Spra-che erfühlbar. Klopstocks
"Frühlingsfeier" berührt nicht mehr die Herzen.
Bilderfluten, die die Grenze zwischen Intimität und
Öffentlichkeit längst niedergerissen haben, transformieren das
Denken. Das unendliche Selbstgefühl des 18. Jahrhunderts ist im
21. eine endlose Folge von Selbstbildern.
So beginnt beinah schüchtern ein
Rollenspiel, bei dem die fünf jungen Erwachsenen ihren Figuren
neue Texte schreiben oder ihre eigenen Gedanken in den Texten
toter Dichter wiederfinden. Das Ergebnis ist weder Rebellion noch
Nabelschau, sondern das aufregende Spiel um die eigene Sicht der
Dinge und provisorische Lösungen zwischen Lebensgier und Skepsis,
ausgesprochen und ausagiert, zugleich aber medial vermittelt in
großformatigen Fotoprojektionen.
Die Theatergruppe am Goethe
produziert seit 26 Jahren jedes Jahr mit verschiedenen
Altersgruppen bis zu fünf Inszenierungen. "SUD. Irgendwo
muss es eine Wut geben" ist etwas Neues: Die Idee zum Stück
war vorgegeben, fünf erfahrene Spieler erarbeiteten weitgehend
eigenständig Konzeption und szenische Umsetzung ihres Stücks.
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