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Reiseprospekte (2000)

 

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Theaterwoche Korbach 2000:

Reiseprospekte: Räume bilden und bespielen

Werkstatt Pantomime: "Urlaubs(t)räume sprachlos"
Michal Dufek, Prag

1. Tag
Nach der Präsentation haben wir uns bekannt gemacht mit den vier Grundelementen der modernen Imaginär-Pantomime-Zug; Gegenzug; Druck; Gegendruck und dazu zwei Typen der Gangart. Weiter diskutierte ich mit meinen Werkstatt-Teilnehmern die Möglichkeiten des Themas - Raum und seine Änderungen in Bezug auf Urlaub und die Reiseprospekte.
Nach dem technischen Kennenlernen der Elemente folgte die Improvisation und Orientierung im Raum (z. B. klein x groß; dick x dünn etc.).
Dann haben wir das Thema unserer Präsentation festgelegt - wie die Vorstellung durchlebt wird vom Vater, von der Mutter und dann teilweise auch von den Kindern.

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Impressionen aus der Werkstattdarbietung

Die weiteren Tage
Nach einer kurzen technischen Übung und Rekapitulation der technischen Elemente, bauten wir unseren "Pantomimischen Scherz". Wir improvisierten mit den Raumänderungen - z. B. das Büro des Vaters ändert sich in die Abflughalle; die Mutter versetzt sich aus ihrem Haushalt auf eine Paradies-Insel, wo sie lauter Wonnen erlebt.
Meine Absicht war, die Räume sollen nicht nur im ersten Plan gegeben oder geändert werden (z. B. - eine im Auto fahrende Familie gerät durch Schnitt in eine Abflughalle, wo sie von den Informatoren hin- und hergeschickt wird), aber ich wollte auch, dass wir den Prozess des Ausstreckens des seelischen Raumes abbilden (z. B. die Szene, wo die Mutter roh von der Paradies-Trauminsel in die Realität geschickt wird durch das Signalpiepsen der Waschmaschine, die eben das Waschen beendet hat).
Um eine maximale Verbindung der Räume in Bezug auf die Reiseprospekte und den Urlaub im Allgemeinen zu haben, versuchten wir in der Schlussszene, wo der immer schneller anwachsende Stereotyp der Ferientätigkeiten - Discothek; der Strand; Jogging; Volleyball etc. durch einen scharfen Schnitt mit dem erweiterten Raum der Erleichterung bei dem Öffnen des Bieres beim Fernsehen kontrastiert.

Ich denke, es ist Dank der Werkstatt-Teilnehmer, die prima waren, doch gut gelungen.

Das Szenario
Vati und Mutti studieren Reiseprospekte. Sie erleben einen Traum über einen fantastischen Urlaub, aber gleichzeitig kommt ein warnender Traum, was alles bevorstehen würde - Abreise, Packen ... und dazu stellen sie sich den Stereotyp der Ferientätigkeiten vor - und letzten Endes enden sie mit einem Bier auf dem Sofa beim Fernsehen, wo sie die "wunderbaren" Shots ansehen, die zu den Ferien locken - und sie fühlen sich wohl zu Hause.

Die technische Seite
Nach Vereinbarung haben wir "Live Music" gewählt - eine rhythmische Trommel und zwei tibetische Tschinellen. Mit ihrem Klang wurden die einzelnen Raumänderungen abgetrennt, die Träume gestaltet und allgemein hat er den Rhythmus der Szenen festgelegt.

Requisiten
Sonnenbrillen; Halstücher, zwei wirkliche Reiseprospekte

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Bei Rückfragen und Anmerkungen zu dieser Webseite
wenden Sie sich an Michael Schwarzwald
Stand: März 2002

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