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Werkstätten

WERKSTÄTTEN

Gesamtüberblick

Reiseprospekte (2000)

"Verwandlung(en)"
(2001)

(in Vorbereitung)

 

Werkstätten
Theaterwoche Korbach 2001:

"Verwandlung(en)"erfahren, erspielen, in Szene setzen
Literarische Vorlage: Franz Kafka, Die Verwandlung

In dem Werkstattthema "Räume bilden und bespielen" aus dem vergangenen Jahr standen nichtfiktionale Texte (Reiseprospekte und ihre technische Daten) und deren theatrale Umsetzung im Zentrum der Werkstattarbeit.
In diesem Jahr geht es in der Werkstattarbeit auf der Basis eines epischen Textimpulses um die Umsetzung des Themas "Verwandlung(en)". Im Zentrum der theatralen Auseinandersetzung steht folgender Textauszug aus der Novelle "Verwandlung" von Franz Kafka:

Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt. Er lag auf seinem panzerartig harten Rücken und sah, wenn er den Kopf ein wenig hob, seinen gewölbten, braunen, von bogenförmigen Versteifungen geteilten Bauch, auf dessen Höhe sich die Bettdecke, zum gänzlichen Niedergleiten bereit, kaum noch halten konnte. Seine vielen, im Vergleich zu seinem sonstigen Umfang kläglich dünnen Beine flimmerten im hilflos vor Augen.
Was ist mit mir nur geschehen? (...)
aus: Franz Kafka, Die Verwandlung, Reclam Universal-Bibliothek Nr. 9900, S. 3

Unser Ziel ist nicht die Darstellung eines Inszenierungskonzeptes, vielmehr geht es uns darum zu zeigen, welche Vielfalt und Spannbreite im Thema "Verwandlung(en)" und der Textvorlage für alle Werkstätten stecken. Dabei geht es nicht darum, die Textvorlage 1 zu 1 umzusetzen, sondern wir verstehen den Text als Impuls für

  • die (sinnliche) Wahrnehmung und auch Erfahrung von Verwandlung und Formen ihrer theatralen Darstellung (Darstellung von Verwandlung auf der Bühne bis zur Gestaltung von Rollen und auch Einstieg in Rollen)
  • Improvisationen mit unterschiedlichen theatralen Ansätzen zum Thema und zur Textvorlage
  • Experimente mit und Erprobung von unterschiedlichen theatralen Darstellungsformen auf der Bühne und an unterschiedlichen Plätzen in Korbach (sprachlich - nichtsprachlich; tänzerisch, musikalisch, bewegungstheatral, pantomimisch ...)
  • Erprobung von verschiedenen Formen der fantasievollen Ausgestaltung der Textvorlage durch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer
  • Gestaltung eines Handlungs- und Spannungsbogens einer Szene oder einer Szenenfolge auf der Basis der Textvorlage und/oder eigenen Improvisationen

Wünschenswert wäre, wenn in die Werkstattarbeit auch der Aspekt Maskierung mit einfachsten Mitteln einbezogen würde.

Wichtig ist uns, in den Werkstätten mit möglichst vielen Alternativen und Zugangsweisen zu experimentieren und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine Vielfalt von Wegen im Umgang mit epischen Textvorlagen zu eröffnen.

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Bei Rückfragen und Anmerkungen zu dieser Webseite
wenden Sie sich an Michael Schwarzwald
Stand: Mai 2001

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