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WERKSTÄTTEN
Gesamtüberblick
Literarische Quartett-
karten (2002)
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Werkstätten
Theaterwoche Korbach 2002:
Karten-Spiele
Werkstatt Improvisation/Schauspiel
Detlef Fuchs, Düsseldorf
"Die Karten werden neu gemischt" - Von der
Improvisation zum Schauspiel
Ziel des Workshops war, mit Hilfe der Improvisation die verschiedenen
Aspekte und die verschiedenen Rollen des Theaterstückes "Don
Carlos" von Schiller zu erarbeiten.
Leider stellte sich am ersten Workshoptag heraus, dass keiner der
Workshopteilnehmer/innen das Stück gelesen hat und in anbetracht der
Länge des Stückes auch nicht im Rahmen des Workshops hätte nachgeholt
werden können. Somit war eine Grundvoraussetzung für diese Arbeit nicht
vorhanden. Eine spontane (improvisierte) Änderung des Konzeptes wurde
notwendig. Schon waren wir mitten im Thema "Von der Improvisation zum
Schauspiel".
Alle Workshopphasen wurden mit einem ausführlichen Basistraining
begonnen.
Das Basistraining teilte sich auf in Körperarbeit, arbeit am
Darstellungsvermögen und der Erarbeitung wichtiger Improvisationsregeln
und Improvisationstechniken.
In dieser Phase ging es mir hauptsächlich darum das schauspielerische
Ausdrucksvermögen der Schauspielern/innen zu erweitern und damit die
Virtuosität des Darstellungsvermögens und die Authentizität der
Schauspieler/innen während einer Improvisation zu erhöhen und zu
erhalten. Hierzu setzte ich verschiedene Schauspielübungen von Lee
Strasberg und K. S. Stanislawski ein. Immer wieder wurde den
Schauspielern/innen deutlich, dass es verschiedene Wege zum Authentischen
Spiel gibt und wie schwierig es ist die Authentizität in der
Improvisation bei zu behalten. Stimme, Gestik, Mimik und Körpersprache
müssen auch in der Improvisation übereinstimmen.
Im Anschluss an das Basistraining folgte die Arbeit an dem Stück.
Dazu war es notwendig allen Schauspielern/innen zuerst einmal eine
Inhaltliche und Dramaturgische Zusammenfassung des Stückes "Don
Carlos" zu geben.
Nachdem nun alle eine Vorstellung von dem Stück hatten, konnten wir mit
den ersten Stückimprovisationen beginnen. Diese ersten Improvisationen
hatten das Ziel ein Grundverständnis der verschiedenen Atmosphären des
Stückes und der einzelnen Rollen erlebbar zu machen.
Im weiteren Verlauf des Workshops haben wir bestimmte Teilaspekte des
Stückes herausgelöst und damit, unabhängig von der literarischen
Vorlage, improvisatorisch experimentiert. Hierbei wurde nicht nur ein
Verständnis für das Stück und die einzelnen Rollen erarbeitet, sondern
wichtige Aspekte des Stückes und wichtige Motivationen der Rollen wurden
auf der Bühne erlebbar gemacht.
Im letzten Drittel des Workshops haben wir einzelne Sätze aus dem Stück
auf verschiedene Zettel geschrieben und immer wieder neu zu Dialogen
zusammengestellt. Mit diesen Dialogen haben wir szenisch improvisiert.
Dadurch entstanden immer wieder überraschende und spannende szenische
Bilder.
Nun wurden die besten Bilder ausgesucht und zu einer szenischen Collage
zusammengestellt.
Am Schluss sollten die Schauspieler/innen ein Bühnenbild improvisieren.
Die Improvisationsaufgabe lautete mit Hilfe von Stühlen, Tischen und
einem großen weißen Tuch eine Landschaft zu erstellen, die die Stimmung
und Atmosphäre des Stückes "Don Carlos" am ehesten
wiederspiegelt.
Am Ende flossen die szenische Collage und das Bühnenbild zu einem Ganzen
zusammen.
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Impressionen
aus der
Werkstattpräsentation |
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Detlef Fuchs |