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Werkstätten

WERKSTÄTTEN

Gesamtüberblick

Literarische Quartett-
karten (2002)

 

 

Werkstätten
Theaterwoche Korbach 2002:

Karten-Spiele

Werkstatt "Theaterprojekt"
Anja Herbener, Quedlinburg

Werkstattarbeit mit praktisch-bildbaren Kindern der Paul-Zimmermann-Schule, Korbach
Werkstattbericht über die Theaterwoche Korbach 2002 über die erstmals (für mich) integrative Arbeit mit praktisch bildbaren Jugendlichen und Teilnehmerinnen aus der Bewegungstheatergruppe Lörrach

Mein Ausschreibungstext lautete: 
Aus den Karten lesen, was uns die Karten sagen ... das wird eine Spielwoche im wahrsten Sinne des Wortes! Wir orakeln, spielen mit unserem Körper Tarot, lassen aus Märchenkarten Geschichten entstehen.
Drei Kartenspiele stehen uns zur Verfügung, mal sehen, wie wir gemischt werden! 

Als Teilnehmer(innen) vorgesehen waren 4 Mädchen und 4 Jungen (einer davon mir bereits bekannt) im Alter von 13-18 Jahren aus der Paul-Zimmermann-Schule. "Gemischt" wurden wir dann auf höchst unvorhergesehene Art, als die Lörracher für alle unerwartet dazustießen, was die verschiedensten Gefühle in jedem der Gruppe hervorrief und die Dynamik der Jugendlichen stark veränderte: ein junges Mädchen fand eine "1 zu 1-Betreuerin" für sich, ein anderer junger Mann fühlte sich durch die Gegenwart so vieler hübscher junger Frauen fähig, sich zu ungeahnten Höchstleistungen hinreißen zu lassen...

Mein erster echter Programmpunkt nach der Lörracher Überraschung hieß Kennenlernen der Kartenspiele, die ich persönlich ausgesucht hatte: 

  • Märchenstraße: ein Spiel mit Bildern von Märchengestalten, -orten und -gegenständen 
  • Tarot
  • Körperorakel (Bewegungsspiele, z.B. "Mischen")

Dazu hatte ich Musik aus der "Konserve' im Gepäck: Heidrun Hoffmann, Rene Aubry, Sources
Außerdem Kostüme und Instrumente: von mir gestellt, durch mein Gastspiel stand auch noch die Theaterdekoration, ein passender Rahmen für die bevorstehende Arbeit. Die Jugendlichen ließen sich durch die Märchenkarten dazu verführen, in Märchengestalten zu schlüpfen und wählten auch sofort ihre Kostüme aus. Eine Geschichte entstand fast im Handumdrehen, als diese Figuren aufeinandertrafen.
Zu diesen Bildern wählten wir Musiken, die die Bewegungen intensiver werden und wirken ließen. Jeden Tag arbeiteten wir zusammen an der tänzerischen Bewegung, und zwar in Kleingruppen, manchmal auch zu zweit, mit Hilfe des Körperorakels.
Das ist ein Kartenspiel, das sich mit Körperteilen, Bewegungsarten und -richtungen beschäftigt.
Die Intensität der gemeinsamen Körperarbeit nahm jeden Tag zu und auch die Nähe aller Teilnehmer zueinander. Die Rollen waren intuitiv so authentisch ausgesucht, dass die kraftvolle Umsetzung oft atemberaubend war, vor allem während der Probenarbeit. Die Präsentation war als solche für die Jugendlichen der Paul-Zimmermann-Schule sehr wichtig, für mich als Werkstattleiterin zählte vor allem der Prozess, auf den sich alle Jugendlichen mit Haut und Haar einließen. Jeder Beitrag war wertvoll und einzigartig, alle fühlten sich gleich wichtig und waren es auch.

Zu Beginn der Woche herrschte eine angstvolle Spannung, am Ende massierten sich die Teilnehmer sogar gegenseitig und genossen die partnerschaftliche Arbeit.
Die Jugendlichen der Paul-Zimmermann-Schule erfuhren viel über "Theaterarbeit": zunächst hatten sie nicht verstanden, wohin das alles führen sollte. Einige der Teilnehmer besuchten eine oder zwei der Abendveranstaltungen und konnten sich nun ein besseres Bild über die Arbeit von Schauspielern machen ("die tun doch nur so, oder?").

In der großen Abschlussrunde wurde der Wunsch laut, an so einer Werkstatt auch teilnehmen zu können, diese Rückmeldung tat uns allen sehr gut.
Die Arbeit an inneren Bildern und der (Körper-)Bewegung mit Menschen, denen im Leben schon so viel im Weg stand, habe ich persönlich als sehr beglückend und bereichernd empfunden.

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Impressionen aus der Werkstattpräsentation
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Bei Rückfragen und Anmerkungen zu dieser Webseite
wenden Sie sich an Michael Schwarzwald
Stand: November 2002

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