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Werkstätten

WERKSTÄTTEN

Gesamtüberblick

Das Reich der Liebe - szenische Darstellung von Gefühlen (2004)

 

 

 

Werkstätten: Theaterwoche Korbach 2004

Körpertheater
Dörte Trauzeddel, Ulm
"Vom Thränenbach zum Freudenstrom"

Wir werden in dieser Werkstattarbeit gemeinsam untersuchen, durch welche Handlungen, Körperhaltungen und Bewegungen im Auge des Betrachters eine Liebesbeziehung entsteht. Ich möchte mit den Teilnehmern nach "Liebesdarstellungen", die ihnen aus Film, Fernsehen und Popmusik bekannt sind suchen und mit diesen Darstellungen spielen. Wir werden ausprobieren was passiert, wenn man solche uns allen bekannte Klischees demontiert, sie übertreibt oder in einen anderen Kontext setzt. Erkennen wir diese dann immer noch als Formen von Liebeshandlungen, oder finden wir vielleicht zu einer andern Möglichkeit dem Zuschauer (Lie-bes-)Gefühle zu vermitteln.
Außerdem werden wir uns mit der wohl bekanntesten Liebesgeschichte des Theaters befassen; Shakespeares "Romeo und Julia". Wir werden uns von Shakespeares Drama lösen und die Balkonszene improvisieren um herauszufinden, welche Spielmöglichkeiten uns dieser Stoff bietet. Vielleicht befinden sich Romeo und Julia auf verschiedenen Orten unserer Landkarte, das heißt; wie würde die Szene aussehen, wenn Romeo geradewegs aus "Freudenheim" zu Julia käme, diese aber in "Zänkershall" auf ihn treffen würde?
Das Ziel dieser Werkstattarbeit soll es sein, die Fantasie der Teilnehmer anzuregen, sie auf Ihre Bilder und Vorstellungen von Liebe zu stoßen und diese spielbar zu machen.

Werkstattdokumentation
In der Werkstatt "Vom Thränenbach zum Freudenstrom" der Theaterwoche 2004 in Korbach, versuchten wir den verschiedensten Arten von Liebe und deren Erscheinungsformen auf den Grund zu gehen. Zuallererst unternahmen wir eine Phantasiereise ins Land der Liebe, so entstand in der Vorstellung der Teilnehmer ihre persönliche Landkarte der Liebe. Diese Bilder wurden anschließend in Tanz und Bewegung umgesetzt. Wir fanden für Gefühle wie: Liebe, Hass, Eifersucht oder Wut einen körperlichen Ausdruck und versuchten dann diese Gefühlsausdrücke einander gegenüber zu stellen. Durch diese Konfrontation entstanden verschiedene stumme Beziehungsgeschichten, welche die Teilnehmer beim Zuschauen deuten und beim Spielen verändern konnten. Diese verschiedenen Geschichten wurden anschließend in Improvisationen auch mit einzelnen Sätzen ergänzt.
Ein Teil der Werkstattwoche war auch die Anregung zur Verwandlung in eine fiktive Figur. Dazu erhielten die Teilnehmer verschiedenen Fotographien, aus denen sie sich eine Person, die sie interessant fanden, aussuchen konnten. Jeder erfand für diese Person eine kurze Biographie, um Material für eine gemeinsame Improvisation zu sammeln. Außerdem sollten sie ihrer Figur einen Liebesbrief schreiben, Ziel dieser Übung war es, die Teilnehmer anzuregen, sich durch körperliche Verwandlung in eine Rolle zu begeben. All diese Figuren trafen sich dann in unserer "Werkstattdisco", konnten sich kennen lernen und durch gemeinsame Bewegungen und Tänze ihre Sehnsüchte , Ängste oder Freuden zeigen.
Durchgehend versuchten wir uns, durch verschiedene Übungen mit Körper und Stimme, den Gegensätzen Hass und Liebe zu nähern. Mit diesen Grundgefühlen und deren Darstellungsmöglichkeiten arbeiteten wir sowohl Paarweise als auch in der Gruppe.
Im letzten Drittel des Workshops beschäftigten wir uns mit der Balkonszene aus "Romeo und Julia", zuerst sollten die Teilnehmer den Inhalt des Dramas möglichst spannend und mit körperlichem Einsatz nacherzählen, später verschiedene andere Haltungen (pro und kontra Liebe, usw.) einnehmen um die Geschichte zu erzählen. Danach sollte die Gruppe gemeinsam die Szene mit allen Details beschreiben. Jeder Satz, z. Beispiel : "Julia hatte langes schönes Haar." wurde mit einer Bewegung verbunden. Außerdem versuchten wir, mit einzelnen Sätzen aus der Szene, Paare mit verschiedenen Arten von Liebesbeziehungen darzustellen. Die Werkstattwoche wurde mit der Auswahl und dem Zusammenstellen verschiedener Übungsergebnisse, für die Abschlusspräsentation, beendet.

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Bei Rückfragen und Anmerkungen zu dieser Webseite
wenden Sie sich an Michael Schwarzwald
Stand: September 2004

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