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WERKSTÄTTEN
Gesamtberblick
Vom eingebildeten Kranken zum Beipackzettel - von der
dramatischen Vorlagen zum Alltagstext
(2008)
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Werkstätten: Theaterwoche Korbach 2008
Thema: Vom eingebildeten Kranken
zum Beipackzettel –
von der dramatischen Vorlage
zum Alltagstext
Werkstatt : Spielmann-Theater
Utz Pannike, Dresden
„Mit Witz Gehirne
öffnen!“
Werkstatt zur Spielweise der
Publikumslieblinge Hanswurst, Pickelhäring und Dummer August oder: Nichts
ist unspielbar
Warum gibt es eigentlich so
wenig gute deutsche Komödien? Texte, bei denen man schon beim Lesen
lachen muss? Ist uns seit der Vertreibung des Hanswursts von der deutschen
Bühne das Lachen im Halse stecken geblieben? Dabei ist das Lachen
anarchische Kraft gegen die Verteidiger der Macht und des Status, oft die
einzige noch verbliebene Waffe der Machtlosen.
Die Werkstatt möchte mit
den Mitteln der Komödianten, des Hanswursts, Pickelhärings, Dummen
Augusts, das Epische (erzählende) Theater bekannt machen, Spielweisen der
Buffones, Vaganten und der Mütter und Väter der commedia dell’arte,
der Spielleute, untersuchen – „... die mit ihrem Witz unsere Gehirne
öffnen.“ (Dario Fo) Spielleute beherrschen eine Unzahl von
Fähigkeiten. Sie sind Pantomimen, Tänzer, Sänger, Musiker,
Sprechkünstler, Dichter und Schauspieler. Sie haben ein sicheres Gefühl
für Dramaturgie und Erzählstruktur, die Gabe, mit wenigen genauen
Strichen eine Figur zu zeichnen und können blitzschnell Perspektiven
wechseln. Dabei erschaffen die Spieler oft nur aus sich heraus, ohne
Bühnenbild oder Requisit, die ganze Welt.
Spielleute sind Meister des
Dialogs mit dem Publikum oder auch mit sich selbst, wenn sie mehrere
Figuren gleichzeitig spielen. Stellt euch also die positiven Eigenschaften
eines Medikaments als eine Figur (z. B. Gott) vor und die Nebenwirkungen
als andere Figur (z. B. Satan). Diese befinden sich nun wie bei Gollum aus
dem „Herrn der Ringe“ im Kampf miteinander in einer dritten Figur
(Patient)... wäre doch interessant zu sehen, wer zum Schluss übrig
bleibt!
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