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Gesamtberblick

"Alles DADA oder was? - Eine DADA-Reise ins Land der Phantasie"
(2011)

 

 

 

Werkstätten: Theaterwoche Korbach 2011

 

„Alles DADA oder was? – Eine DADA-Reise ins Land der Phantasie“

Im Vorwort des Dada Almanach (1920) steht:" Da Dada der direkteste und lebendigste Ausdruck seiner Zeit ist wendet er sich gegen alles was ihm obsolet, mumienhaft, festsitzend erscheint." Insofern ist DADA die schöpferische Aktion in sich selbst. Begriffe wie Nicht-Kunst und Antikunst reichen nicht aus um Dada in seiner Konsequenz zu erfassen. Dada muss als radikale Entfesselung der Künste und ihrer Möglichkeiten gesehen werden, die Gesellschaft zu verändern und eine neue Ordnung zu schaffen.

Auf der Grundlage des anverwandelten und aktualisierten dadaistischen Manifestes aus dem Jahr 1918, das von Richard Huelsenbeck, der 1892 in Frankenau im Landkreis Waldeck Frankenberg geboren wurde und der als Mitbegründer des Dadaismus gilt, mit unterschrieben wurde, soll mit dadaistischen Texten zum Thema Reisen experimentiert und auch in Blick in die Zukunft geworfen werden:

Edle und respektierte Bürger (...), Studenten, Handwerker, Arbeiter, Vagabunden, Ziellose aller Länder, vereinigt euch. Im Namen der Theaterwoche Korbach, habe ich heute (...) eine Erklärung abzugeben, die Sie erschüttern wird. Ich hoffe, dass Ihnen kein körperliches Unheil widerfahren wird, aber was wir Ihnen jetzt zu sagen haben, wird Sie wie eine Kugel treffen. Wir haben beschlossen, unsere mannigfaltigen Aktivitäten unter dem Namen Dada zusammenzufassen. Wir fanden Dada, wir sind Dada, und wir haben Dada. Dada wurde in keinem Lexikon gefunden, es bedeutet nichts. Dies ist das bedeutende Nichts, an dem nichts etwas bedeutet. Wir wollen die Welt mit Nichts ändern, wir wollen die Dichtung und die Malerei mit Nichts ändern (...). Im Augenblick, wo Sie unter Überwindung Ihrer bürgerlichen Widerstände mit uns Dada auf ihre Fahne schreiben, sind wir wieder einig und die besten Freunde. Nehmen Sie bitte Dada von uns als Geschenk an, denn wer es nicht annimmt, ist verloren. Dada ist die beste Medizin (...) Es lebe Dada. Dada, Dada, Dada.

Unser Interesse ist es, die unten aufgeführten dadaistischen Beispieltexte in unsere Zeit zu übertragen und sie zunächst für Jugendliche zeitgemäß nachvollziehbar zu machen, um sie dann im Sinne des Dadaismus radikal zu dekonstruieren: In Zeiten, in denen Mobilität gefragt und auch zu einer wichtigen Voraussetzung gehört, scheinen uns die ausgewählten Texte von besonderer Aktualität, da sie z.B. die Chance bieten, dadaistisch der Frage nachzugehen, wie das Reisen sich gegenüber der Vergangenheit verändert hat und welchen Einfluss es in Zukunft auf unser Leben haben wird.

Die Ausgestaltung der Texte kann unter Verwendung von

·        grotesken Elementen
·        verzerrt-realen Elementen
·       
pantomimischen Elementen
·       
Elementen des Tanz- und Bewegungstheaters
·       
Elementen der Performance
·       
Elementen des biographischen Theaters
·       
Elementen der Musik
·       
...
erfolgen.

Werkstattzeiten:

(Einteilung Dienstag, 31. Mai 2011, 10.15 Uhr)
Dienstag, 31. Mai 2011
                        14.00 – 17.00 Uhr
Mittwoch, 1. Juni 2011
                          09.00 – 12.00 Uhr und 14.00 – 17.00 Uhr
Donnerstag, 2. Juni 2011
                      14.00 – 17.00 Uhr
Freitag, 3. Juni 2011
                             09.00 – 12.00 Uhr

 

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Bei Rückfragen und Anmerkungen zu dieser Webseite
wenden Sie sich an Michael Schwarzwald
Stand: Mai 2011

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