Spielplan 2025

Podlight 2025
Impressionen 2025
Montag, 26. Mai 2025
17:00 Uhr: Straßentheater in der Fußgängerzone
19:30 Uhr: Eröffnung
(Stadthalle Korbach)
Zwischenmenschen - (k)ein Raum für Toleranz Montag, 26. Mai 2025, 20:00 Uhr, Stadthalle Korbach
Eigenproduktion
Collective Contemporary Marburg
Spielleitung: Leandra Kiesel, Sarah-Marie Hilgert
Spielort: Stadthalle Korbach
Konflikte entstehen, bestehen und verhärten Zwischenmenschen. In dem Dazwischen? Ein Vakuum. Vollgepackte Leere, die gefüllt werden will mit Toleranz. Konflikte versickern, versanden, werden gelöst.
„Zwischenmenschen“ ist das Resultat eines dreimonatigen Prozesses, in dem sich 16 Studierende tänzerisch mit dem Thema Konflikt auseinandergesetzt haben. Persönliche Facetten und Erfahrungen mit Beziehungen, Macht und Krieg sowie mit inneren Konflikten finden hier tänzerischen Ausdruck. Alle bringen ihre ganz persönliche Perspektive auf das Thema zum Ausdruck und bilden so eine kleine Gruppe, die begeistert und interessiert ist, regelmäßig an zeitgenössischen Tanzstücken zu arbeiten und diese auf die Bühne zu bringen.
Das Collective Contemporary, eine neue Gruppe des Hochschulsports Marburg, setzt sich auf körperlich-ästhetische Weise mit den Problemen und Fragestellungen unserer Zeit auseinander und bringt auf die Bühne, was sie bewegt. Hierbei bedient sich die Gruppe der Techniken des zeitgenössischen Tanzes und arbeitet mit Methoden wie dem Embodied Storytelling.
Dienstag, 27. Mai 2025
Sarggeflüster Dienstag, 27. Mai 2025, 20:00 Uhr, Stadthalle Korbach
Eigenproduktion
Theater-AG der Edertalschule Frankenberg
Spielleitung: Daniel Herbrich und Thorsten Jech
Spielort: Stadthalle Korbach
Man … … nehme bekannte Situationen aus dem Alltag einer WG mit den Klassikern wie „Wer macht heute den Abwasch? Wer putzt die Wohnung? Wer zieht in das freie Zimmer ein?“ kombiniere dann diese Zutaten mit möglichst interessanten Charakteren und Figuren wie Vampiren, Werwölfen, Zombies und „Normalos“, … baue ein Handlungsgerüst, das dem Publikum Vergnügen bereitet, … entwickle absurde, unterhaltsame, aber auch nachdenkliche Szenen und löse das Ganze mit einem Happy End auf.
So in etwa ließe sich beschreiben, wie die Gruppe vorgegangen ist bei der Entwicklung und Ausgestaltung des „Sarggeflüsters“. Herausgekommen ist ein Stück mit Biss, eine Komödie um Vampire und Werwölfe, eine leicht verdauliche Horrorshow mit liebenswerten Charakteren, getreu dem Motto: We love to entertain you. Die Theater-AG der Edertalschule ist eine freiwillige schulische Arbeitsgemeinschaft von derzeit 29 Schüler*innen, die regelmäßig am Dienstagnachmittag stattfindet und für die es keine Noten gibt. Sie steht allen Interessierten ab Klasse 10 offen. Wer die Schule verlässt, kann nicht mehr aktiv mitmachen. So gibt es in jedem Jahr große Veränderungen in der Zusammensetzung und jeder Schuljahresanfang bedeutet einen (relativen) Neuanfang.
Mittwoch, 28. Mai 2025
Der trojanische Krieg Mittwoch, 28. Mai 2025, 14:30 Uhr, Stadthalle Korbach
Eigenproduktion mit Texten von Christa Wolf, Aischylos, Homer, Jean Giraudoux u.a.
Jugendclub des KOM’MA-Theaters Duisburg
Spielleitung: Anna Brass
Spielort: Stadthalle Korbach
„Der trojanische Krieg wird nicht stattfinden, Kassandra.“
Etwas aus der griechischen Mythologie zu machen, mit diesem Wunsch begann das Projekt. Die Kassandra-Figur wurde als thematische Grundlage erkoren und die Recherche widmete sich ab dem Punkt ihr - und dem trojanischen Krieg.
(Fast) keine offenen Bezüge aufs Heute, die aktuelle Lage der Welt, den Ukraine-Krieg - das Stück bleibt eine antike Geschichte, ein Theaterstück und damit auch ein schützender Rahmen für die Darstellenden. Die Übertragung, Gemeinsamkeiten, die erschreckend aktuell anmutenden Sätze, wie „Sprach in Troja irgendein Mensch vom Krieg? Nein. Er wäre bestraft worden.“ bleibt dem Publikum überlassen: Es ist die Geschichte eines Krieges - und die einer Außenseiterin, der niemand glaubt, weil niemand ihr glauben will. Das Duisburger Kinder- und Jugendtheater KOM’MA-Theater gehört zu den ältesten freien Kinder- und Jugendtheatern der Bundesrepublik. Den Jugendclub des KOM’MA-Theaters gibt es seit 2009, er erarbeitet eine Produktion pro Spielzeit. In diesem Stück spielen 12 Jugendliche von 13 bis 19 Jahren.
Das Erdbeben in Chili Mittwoch, 28. Mai 2025, 20:00 Uhr, Stadthalle Korbach
eine Adaption der Novelle von Heinrich von Kleist
Leistungskurs DS des Rosa-Luxemburg-Gymnasiums Berlin
Spielleitung: Sabine Kündiger
Spielort: Stadthalle Korbach
1643: Ein Liebespaar kann seine Liebe nicht leben; die uneheliche Schwangerschaft des jungen Mädchens provoziert die Autoritäten der Kirche. Blindes Vertrauen, Aberglaube und Dogmen führen dazu, dass beide Liebenden zu Gefängnis und Todesstrafe verurteilt werden. Die Wirren und Auswirkungen eines plötzlich einsetzenden verheerenden Erdbebens bewahren das Paar vor der Hinrichtung. In einer unwirklichen Idylle der Natur findet es nach seiner gewaltsamen Trennung wieder zueinander, plant mit dem Kind ein Leben fernab der brutalen Nachstellung durch Kirche und Menschenmob. Als die Liebenden jedoch zu einem Dankgottesdienst in die Stadt zurückkehren, wird eine schicksalhafte Wendung in Gang gesetzt …
Naturgewalt und Menschengewalt - diese zentralen Themen stehen in der performativen Adaption des Leistungskurses DS im Vordergrund. Die Gruppe erzählt die Geschichte von Jeronimo und Josephe. Im Erzählen setzt sie sich auseinander mit unserer Zeit und kommt zu der Erkenntnis, dass sich bis heute manches nicht geändert hat.
Der Kurs ist (noch) der einzige seiner Art in der Bundesrepublik. Ein Schulversuch ermöglichte die Entwicklung und Erprobung auf erhöhtem Anforderungsniveau. Der Unterricht erfolgt jahrgangsübergreifend. Im Kurs arbeiten acht SchülerInnen des zwölften und fünf SchülerInnen des elften Jahrgangs miteinander.
Donnerstag, 29. Mai 2025
Amphitryon Donnerstag, 29. Mai 2025, 20:00 Uhr, Stadthalle Korbach
von Molière
Ensemble ARTIG der Marienschule Münster
Spielleitung: Christian Reick, Josephine Streil
Spielort: Stadthalle Korbach
Merkur und Jupiter ist es langweilig. Was tun sie also? Klar! In die Gestalt von lebenden Menschen schlüpfen und deren Umfeld hinters Licht führen und irritieren. Was auch sonst. Ihre Zielobjekte sind der Feldherr Amphitryon und dessen Diener Sosias. In deren Gestalt sind sie vom Original nicht zu unterscheiden.
Und da schlägt unsere Realität zu. Technologie macht es uns möglich, digitale Imitationen und mediale Avatare zu erschaffen, die sich von der Wirklichkeit manchmal nur noch mit viel Mühe unterscheiden lassen. Was genau ist denn dann an uns das Unverwechselbare, das einen Menschen zu einem Menschen macht? Sind die Imitationen und Avatare vielleicht manchmal auch die besseren Versionen von uns?
Ensemble ARTIG ist das Label für Theater an der Marienschule für die Jahrgangsstufen 9 bis Q2. Jedes Jahr erarbeitet die Gruppe eine Eigenproduktion und erforscht neue Wege, sowohl formal als auch inhaltlich. Um nicht immer auf denselben Pfaden unterwegs zu sein, lässt sich die Gruppe regelmäßig von Impulsen aus der lokalen Theaterszene Münsters inspirieren und lädt dazu Choreographen, Schauspieler, Dramaturgen zur Zusammenarbeit ein.
NEU! Erstmalig wagen wir in diesem Jahr den Versuch und bieten zu der Theateraufführung “Amphitryon” eine kostenlose Einführungswerkstatt an.
Freitag, 30. Mai 2025
Gegen das Vergessen - Zerborstene Leben Freitag, 30. Mai 2025, 10:00 Uhr, Bürgerhaus Korbach
Eigenproduktion
Theatergruppe der Lebenshilfe Korbach
Spielleitung: Sonja Schmitt-Zenker; Choreographie: Jennifer Heise
Spielort: Bürgerhaus Korbach
Ausgehend von einem Auftritt im letzten Jahr über das Thema Euthanasie hat die inklusive Theatergruppe der Lebenshilfe Korbach das Thema im diesjährigen Theaterjahr vertieft und weiter bearbeitet. In einer 1. Sequenz hat sie sich mit den Fragen beschäftigt:
Wer bin ich, was macht mich aus, welche Rollen spiele ich, welche Träume/Ziele verfolge ich? Was macht mir Angst? Was gibt mir Mut? Was (be)hindert mich? Die Mitwirkenden machten sich auf den Weg zu sich selbst und versuchen, von Mensch zu Mensch eine Brücke zu schlagen.
In einer 2. Sequenz nähert sich die Gruppe exemplarisch (für Millionen von Menschen) nacheinander verschiedenen Lebensschicksalen mit Leitthemen an, die bezeichnend für diese Menschen waren - damit sie nicht vergessen werden. Es geht um Vertrauen, Angst, Mut, Verzweiflung, Vernichtung, Flucht, Hoffnung, Liebe, das Alltägliche, Nichtgesehen werden, sich verstecken müssen, Resignation, die geheimsten Gedanken, Freunde, Feinde, Tod.
Die Regentrude Freitag, 30. Mai 2025, 11:30 Uhr, Bürgerhaus Korbach
frei nach Theodor Storm
„Die Lichtlacher“, Theatergruppe der Lebenshilfe Weimar-Apolda
Spielleitung: Anne Dorothea Schwing, Hanka Weih
Spielort: Bürgerhaus Korbach
Vor hundert und nochmal hundert Jahren leiden alle Menschen, Tiere und Pflanzen unter einem schrecklich heißen Sommer. Nur der dicke Weidenbauer freut sich des Lebens, da seine Sumpfwiesen immer noch die Scheunen mit genug Heu füllen. Mutter Stine, am Rande ihrer Kräfte, bittet den Weidenbauer um Unterstützung, die er jedoch nur unter einer Bedingung bereit ist zu erfüllen - an deren Erfüllung er ohnehin nicht glaubt: Wenn Stine es binnen einer Nacht und eines Tages schafft, die Regentrude zu wecken, damit es endlich wieder regnet und die trockenen Quellen endlich wieder zu fließen beginnen, darf ihr Sohn Andrés seine Tochter Maren heiraten.
Stine, Andrés und Maren machen sich auf den Weg: Wer ist der Feuerteufel? Wo geht es in die Unterwelt, wo die Regentrude schläft? Mit welchem Zauberspruch lässt sie sich wecken? Und was geschieht dann?
„Die Lichtlacher“, die inklusive Theatergruppe der Lebenshilfe Weimar-Apolda, zeigen dieses Jahr ihre Version des Kunstmärchens Die Regentrude, frei nach Theodor Storm aus dem Jahr 1863: eine erstaunlich zeitgemäße Geschichte über die Wiederherstellung des empfindlichen Gleichgewichts zwischen Mensch und Natur.
Der gute Mensch Freitag, 30. Mai 2025, 20:00 Uhr, Stadthalle Korbach
frei nach Bertolt Brecht „Der gute Mensch von Sezuan“
rohestheater, Theatergruppe der Mies-van-der-Rohe-Schule Aachen
Spielleitung: Eckhard Debour
Spielort: Stadthalle Korbach
Wenn es nach Kurt Schwitters geht, dann ist „Gutsein“ für den Menschen nicht möglich, da die „Verhältnisse“ nie - und im Kapitalismus wohl gar nicht - so sind, dass man teilend überleben kann. Gibt es also keine guten Menschen, weil die nicht überleben? Entspricht das tatsächlich unserer Erfahrung?
Die Frage, wer oder was der Mensch ist, eine Frage, die auch die Arbeit des rohestheater all die Jahre immer wieder wesentlich bestimmt hat, bildet einen guten Abschluss der Theaterarbeit an der Mies-van-der-Rohe-Schule unter Eckhard Debour. Die Brecht’sche Geschichte nur „nachzuspielen“, unabhängig von Fragen zur Aktualität, kam für die Gruppe jedoch nicht in Frage. Und doch soll der Gehalt seines guten Menschen von Sezuan durchaus erhalten bleiben… eine Gradwanderung.
Die Schultheaterproduktion an der Mies-van-der-Rohe-Schule, Berufskolleg für Technik in der Städteregion Aachen, beginnt am Anfang des Schuljahres, der Erarbeitungsprozess endet im März, kurz vor den Aufführungen. Literaturkurs/AG als gemeinsames Projekt der Jahrgangsstufen 11 - 13 sind ungewöhnlich für ein Berufskolleg mit technischem Schwerpunkt und stehen auch für Externe und Ehemalige offen. Schule ist hier also auch offener Freizeit- und Lebensraum für die Lernenden.
Samstag, 31. Mai 2025
09:30 Uhr: Vorstellung der Werkstattergebnisse
Reisen: Kehre nicht zurück, wie du gegangen bist. Komm anders zurück! (Anne Carson)
(Berndorfer Tor)
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